Kids für Tierschutz
Informationen für Kinder und Jugendliche zum Thema Tierschutz
© Renate Könen in memoriam Elisabeth Weik

Parasiten

Um unsere Website zu vervollständigen, ist es erforderlich, Dich auch über weniger schöne Dinge zu informieren. Das sind Parasiten. Bei Parasiten kann es sich um Tiere, Pflanzen, Pilze oder Bakterien handeln. Eines haben alle Parasiten gemeinsam: Um zu leben, brauchen sie einen Wirt. Das können Menschen, Wild-, Haus- oder Nutztiere oder Pflanzen sein. Sprechen wir von Parasiten, sprechen wir von Schmarotzern. Man unterscheidet zwischen Außenparasiten (Ektoparasiten) und Innenparasiten (Endoparasiten). Wie der Name schon sagt, leben Außenparasiten äußerlich, z.B. auf der Haut des Wirtes. Das sind z.B. Zecken, Flöhe, Läuse und Blutegel. Sie ernähren sich vom Blut ihres Wirtes. Milben z.B. ernähren sich von Geweberesten, Pilzen, Pflanzen, Getreideprodukten oder Hautschuppen. Auf dem Speiseplan von Wanzen stehen Früchte, Blätter und Pflanzensäfte. Innenparasiten leben im Inneren des Wirtes. Zu den Innenparasiten gehören z.B. Maden-, Spul- und Bandwürmer sowie weitere Wurmarten. Sie befinden sich im Magen-Darm-Trakt oder befallen je nach Art andere Organe, z.B. die Lunge. Außenparasiten sind meinstens nur lästig und unangenehm. Anders ist es bei Innenparasiten. Sie können beispielsweise Ursache für Schmerzen im Magen-Darm-Trakt, Durchfall, Gewichtsverlust oder Blutarmut sein und können Krankheiten übertragen. Stellst Du Beschwerden dieser Art bei Dir oder Deinem Haustier fest, ist es wichtig, Deine Eltern zu informieren und Deinen Hausarzt bzw. den Tierarzt für Dein Heimtier aufzusuchen. Bei Wildtieren übernehmen diese Aufgabe die Betreiberinnen und Betreiber von Wildtierstationen und -pflegestellen. Sie haben die nötige Sachkunde und entscheiden gemeinsam mit dem behandelnden Tierarzt wie, womit und wie lange therapiert werden muss. Die bekanntesten Parasiten stellen wir in alphabetischer Reihenfolge vor. Außenparasiten (Ektoparasiten) Flöhe Stellvertretend für die vielen bekannten Floharten werden an dieser Stelle der Hasenfloh und der Hundefloh genannt. Der Hasenfloh… … auch Kaninchenfloh genannt, kommt in erster Linie bei Kaninchen und Hasen, insbesondere bei Wildkaninchen, vor. Man findet sie auch bei Marder, Iltis, Fuchs und Dachs. Mehr erfahren: https://www.deine-tierwelt.de/magazin/parasiten-beim-kaninchen-floehe/ Der Hundefloh Hundeflöhe sind zwischen zwei und vier Millimeter lang, bräunlich, flügellos, verfügen über einen seitlich abgeplatteten Chitinpanzer, sind in der Lage, sich blitzschnell fortzubewegen, springen erstaun- lich hoch und weit und ernähren sich vom Blut ihres Wirtes. Das sind in erster Linie Hunde. Weiterhin können u.a. Füchse, Katzen, Kaninchen und weitere kleine Nagerarten befallen werden. Mehr erfahren: https://www.stern.de/familie/tiere/floehe-beim-hund-bekaempfen--tipps-gegen-die-parasiten-30598580.html Läuse Die Hasenlaus Infos: file:///D:/Daten/Downloads/001-08-238-ocr-1.pdf Die Hirschlausfliege … auch Hirschlaus genannt, kommt in großer Zahl in Waldnähe vor. Befallen werden vor allem unterschiedliche Hirscharten, Dachs und Wildschwein. Auch Menschen können Opfer dieser blutsaugenden Insekten werden. Mehr erfahren: https://insektenschutz-gmbh.de/wissenswertes/insekten/die-fliegende-zecke-wie-gefaehrlich-ist-die-hirschlausfliege Milben Hast Du gewusst, dass Milben zu den Spinnentieren gehören? Schau mal vorbei. In der Rubrik erfährst Du mehr: Die Herbstgrasmilbe… … auch Erntemilbe genannt, befällt vorzugsweise kleine Säugetiere, beispielsweise Mäuse, Igel oder Kaninchen, Haustiere, beispielsweise Hunde und Katzen oder wenn auch weniger oft: Vögel. Auch Men- schen werden vor Befall mit diesen Plagegeistern nicht verschont. Mehr erfahren: https://frontline.de/milben/herbstgrasmilben Extremer Milbenbefall bei einem Igel Foto: Brigitte Liepe, Igelhilfe Eschweiler I Die Krätzmilbe Krätze ist mit bloßem Auge nur schwer erkennbar, denn es handelt sich um feine, dunkle, unregelmäßige Linien in der Haut. Wird nicht behandelt, entstehen winzige Bläschen, gerötete Knötchen und Pusteln. Krätze ist vergleichbar mit Milbengängen in der Haut. Mehr erfahren: https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/haut-und-allergie/kraetze-ansteckung-und-vorbeugung/ Rote Vogelmilbe Wie der Name schon ahnen lässt, befällt dieser blutsaugende Außen- parasit meistens Vögel. Befallen werden Singvögel, Hühner und Ziervögel. Die Rote Vogelmilbe befällt auch Säugetiere und Menschen. Mehr erfahren: https://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Vogelmilbe Zecken Hast Du gewusst, dass Zecken zu den Spinnentieren gehören? Schau mal vorbei. Auf dem Foto rechts siehst Du eine durstige Zecke in Originalgröße. Sie ist nicht größer als ein Stecknadelkopf. Ist sie in die Haut einge- drungen, saugt sie sie voll und fällt wieder ab. Von der Menge des Blutes kann sie sich sehr lange ernähren. Innenparasiten (Endoparasiten) Der Madenwurm Madenwürmer sind klein (ca. 10 mm), dünn, weiß und entwickeln sich innerhalb weniger Stunden. Sie leben im Magen-Darm-Trakt ihres Wirtes. Die weiblichen Madenwürmer kriechen aus dem Po ihres Wirtes und legen ihre Eier im Bereich der Analfalten, also in der Umgebung des Darmausgangs ab. Der entstehende Juckreiz führt z.B. bei Hunden zum sog. „Schlittenfahren“. Dein Hund rutscht auf dem Po, um sich auf diese Weise Erleichterung zu verschaffen. Madenwürmer kommen auch bei Menschen, vorzugsweise bei Kindern, Madenwurmeier, Foto: Brigitte Liepe vor. Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch. Der Spulwurm Hast Du gewusst, dass weibliche Spulwürmer bis zu 40 cm lang werden und für die häufigsten Wurminfektionen weltweit, vor allem bei Kindern, verantwortlich sind? Über verunreinigte Lebensmittel gelangen Eier von Spulwürmern in den Körper des Wirtes und ent- wickeln sich dort zu Würmern. Spulwürmer legen Eier im mensch- lichen Darm ab. Die Eier werden ausgeschieden und reifen außer- halb des Körpers. Der Wirt infiziert sich, wenn reife Eier über verunreinigte Lebensmittel aufgenommen werden. Die Ansteckung von Mensch zu Mensch ist daher ausgeschlossen. Der Bandwurm Selten, aber aus gesundheitlichen Gründen nicht zu unterschätzen, sind Infektionen mit dem Fuchs- oder Hundebandwurm. Die Ansteckung kann durch Verzehr von ungewaschenen Beeren, Fallobst, Früchten oder rohem Fleisch erfolgen. Der Bandwurm verursacht unter Umständen erst Jahre nach der Infektion Zysten an verschiedenen Organen im Körper. Eine lebenslange Medikamen- teneinnahme könnte die Folge sein… Haarwürmer Hast Du gewusst, dass Haarwürmer so heißen, weil sie so extrem fein sind? Die Eier von Haar- würmern werden mit dem Kot ausgeschieden. Im Freien bildet sich nach etwa fünf bis sieben Wochen das infektiöse Larvenstadium. Oft sind Regenwürmer sogenannte Transportwirte. Mit der Nahrung nimmt der Endwirt, oft sind es Igel, die infektiösen Eier auf. Man unterscheidet Darmhaarwürmer und Lungenhaarwürmer. Der Darmhaarwurm 20 bis 26 Tage nach Aufnahme der infektiösen Eier haben sich erwachsene Würmer im Darm entwickelt und Geschlechtsprodukte, die Eier, sind im Kot nachweisbar. Erwachsener Darmhaarwurm Foto: Brigitte Liepe Der Lungenhaarwurm Etwa drei Wochen nach Aufnahme sind infektiöse Eier des Lungen- haarwurms im Kot nachweisbar. Lungenwurmlarve Foto: Brigitte Liepe Saugwürmer… … sind Plattwürmer, die je nach Art in unterschiedlichen Organen, z.B. im Darm, der Leber oder der Lunge vorkommen. Am häufigsten ist sicher der Darmsaugwurm verbreitet. Der Darmsaugwurm Um sich zu erwachsenen Darmsaugwürmern entwickeln zu können, benötigen sie Zwischenwirte. Das sind Schnecken. Unreife Würmer werden vom Zwischenwirt freigesetzt und vom Endwirt, häufig sind es Igel, aufgenommen. Im Endwirt reifen Darmsaugwürmer zu erwachsenen Tieren heran. Wird nicht dagegen behandelt, richten sie im Körper ihres Wirtes erheblichen Schaden an. Darmsaugwürmer können sehr alt werden. Mehr erfahren: https://parasitenfotos-fuer-paeppler.de/parasiten-portraits/der-darmsaugwurm-brachylaemus-erinacei-fluke/ Der Hakenwurm In der Tierwelt sind vor allem Hunde und Katzen von Hakenwurm- infektionen betroffen. Die Wurmart hat keinen Zwischenwirt. Die weiblichen Tiere sind bis zu 10 mm lang, die Männlichen etwas kürzer. Symptome sind Blutarmut und Dein Tier wirkt grundlos müde. Hakenwürmer machen vor Menschen nicht halt. Mehr erfahren: https://de.wikipedia.org/wiki/Hakenw%C3%BCrmer Der Kratzwurm… Kratzwürmer auch Kratzer genannt befallen als Zwischenwirte verschiedene im Wasser lebende Insekten und Krebstiere, als Endwirte Fische, Amphibien, Vögel und Säugetiere. Weltweit sind inzwischen etwa 1.100 Arten bekannt. Die Körperlängen reichen von wenigen mm bis etwa 70 cm. Mehr erfahren: https://de.wikipedia.org/wiki/Kratzw%C3%BCrmer
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